Versuche auf dem BAM Testgelände Technische Sicherheit
Aufbau eines UN-6(c)-Tests
Bei dieser Prüfung werden mindestens 0,15 m3 oder drei Versandstücke eines explosiven Produktes einem Brand ausgesetzt, um festzustellen, welche Gefahrwirkung auftritt, wie z. B. eine Massenexplosion, gefährlicher Splitterwurf, Wärmestrahlung, heftiger Abbrand oder ein anderer gefährlicher Effekt.
Eine Methode ist die Verwendung eines Holzfeuers. Dazu werden Holzlatten gitterförmig angeordnet. Über den Holzlatten wird ein Rost aufgestellt, dessen Plattform sich einen Meter über dem Boden befinden soll. Auf der Plattform werden die zu prüfenden explosiven Produkte aufgestellt. Der Rost gewährleistet, dass die Produkte über dem Feuer gehalten werden und eine Erwärmung von ca. 800 °C erreicht wird. Um die Brandstelle werden im Abstand von vier Metern drei Nachweisschirme (2000 mm x 2000 mm x 2 mm) aus Aluminium senkrecht aufgestellt, zur Erfassung des Splitterwurfes. Der Brennstoff wird von zwei Seiten gleichzeitig gezündet. Bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 6 m/s ist die Prüfung nicht vorzunehmen.
UN-6(c)-Test
Die Gefahrwirkung wird durch Beobachtungen des Brandverlaufes bewertet. Explodiert ein wesentlicher Anteil des gesamten explosiven Produktes zeitgleich oder bildet sich durch die Explosion ein tiefer Krater an der Brandstelle aus, so liegt eine Massenexplosion vor. Ferner werden die Nachweisschirme auf Beschädigungen durch eingeschlagene Splitter untersucht. Wurf- und Splitterweiten (Menge, Größe, Lage ausgeworfener Gegenstände) sowie Wärmestrahlungsintensitäten, Abbrandgeschwindigkeiten und Drücke werden gemessen und sind Kriterien für die Klassifizierung.
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